Stichwort: Kaiser-Therme
Die Kaiser-Therme, ihr Erhalt und die Sicherung der Arbeitsplätze bewegt uns alle. Ich bin seit gut drei Jahren damit beschäftigt, Lösungen zu finden, um zu erhalten, worauf wir alle nicht verzichten wollen.
Tatsache ist aber auch, dass angesichts der finanziellen Belastungen des Marktes Bad Abbach, aber auch der weiteren Mitglieder im Zweckverband Kurmittelhaus (dem Eigentümer der Therme!) ein Erhalt der Therme in der öffentlichen Hand nicht möglich ist.
Daher haben Bezirkstag, Kreistag, Marktgemeinderat und Zweckverbandsversammlung beschlossen, in einem Verkaufsverfahren einen privaten Investor für die Therme zu suchen. Dabei wurden Verkaufsbedingungen und -modalitäten festgelegt, die sicherstellen, dass die Ziele erreicht werden. Ziele sind dabei insbesondere Erhalt der Therme als öffentlich zugängliche Einrichtung, Erhalt aller Arbeitsplätze und Sicherung des Betriebs über viele Jahre.
Viele Fragen wurden dazu gestellt, auf die ich alle sehr ausführlich eingegangen bin. Allein zwischen 2024 und 2025 haben 15 öffentliche Versammlungen und Sitzungen stattgefunden, in denen sich Hunderte von Bürgerinnen und Bürgern über alle Fakten informiert haben.
Auf den Seiten des Marktes Bad Abbach finden Sie unter „Bürgerversammlungen“ immer noch die Präsentation zur außerordentlichen Bürgerversammlung nur zum Thema Kaiser-Therme. Hier geht´s direkt zu der Präsentation
Ich verstehe völlig, dass das Thema viele emotional bewegt. Wenn wir aber die Aufgaben, die wir nicht privatisieren können (Schulen, Kindergärten, Feuerwehren, Straßen) erfüllen können wollen, müssen wir die Chance einer Privatisierung der Kaiser-Therme nutzen.
Ein paar ganz zentrale Infos aber auch hier in aller Kürze:
Frage: Warum will der Bürgermeister die Therme „verscherbeln“?
Antwort: Ich will und werde die Therme nicht verscherbeln. Auch ging von mir keinerlei Initiative in der ganzen Sache aus. Als Konsequenz aus der Erkenntnis, dass der Markt Bad Abbach sich seinen Anteil an den Sanierungs- und Finanzierungskosten in Höhe von mindestens 11 Millionen Euro nicht leisten kann, habe ich aber mit dem aktuell laufenden Verkaufsverfahren die einzig realistische und seriöse Lösung für einen Erhalt der Therme mitentwickelt und bin auch weiter überzeugt davon.
Frage: Hat sich der Bürgermeister die Therme für 7 Millionen „abkaufen“ lassen?
Antwort: Im Zuge der Verhandlungen mit dem Bezirk und dem Landkreis war es mir wichtig, dass Bad Abbach nicht als Verlierer dasteht. Daher bin ich stolz darauf, eine Ausgleichzahlung in Höhe von insgesamt 7 Millionen Euro verhandelt zu haben. Dieses Geld erhalten wir ohne eine Zweckbindung und unabhängig vom Ausgang des Verkaufsverfahrens als Ausgleich für das Risiko, das mit einer Privatisierung der Therme verbunden ist. Weder das Staatsministerium des Innern als oberste Rechtsaufsichtsbehörde Bayerns, noch der von der sogenannten Bürgerinitiative mittels Petition angerufene Bayerische Landtag haben diese Zahlung bzw. die Privatisierung der Therme beanstandet. Im Gegenteil: Die entwickelte Lösung wurde als sinnvoll und interessensgerecht bewertet. Eine Sanierung des Inselbads etwa ist nur dank dieser Gelder möglich.
Frage: Verliert Bad Abbach womöglich sein „Bad“ im Namen?
Antwort: Nein. Diese Frage habe ich schon im April 2024 mit dem Staatsministerium des Innern geklärt. Bad Abbach bleibt „Bad“ Abbach, egal wie das Verfahren zur Privatisierung der Therme endet.